
Zu einer guten Fußpflege gehören drei Dinge. Sie pflegen Ihre Füße täglich zu Hause, feilen die Hornhaut etwa einmal pro Woche sanft und gehen alle 4 bis 6 Wochen zur professionellen Fußpflege. Zu Hause reichen wenige Minuten am Tag für Waschen, gründliches Abtrocknen und Eincremen. Im Studio kümmert sich eine Fachkraft um Nägel, Hornhaut und Nagelhaut und achtet dabei auf Warnzeichen.
Was gehört zu einer professionellen Fußpflege?
Eine professionelle Fußpflege oder Pediküre umfasst Nägel, Hornhaut, Nagelhaut und eine pflegende Einreibung. Eine klassische Fußpflege dauert etwa 30 Minuten. Sie läuft meist in dieser Reihenfolge ab.
- Kurzer Blick auf die Füße und Fragen nach Beschwerden, Diabetes oder Blutverdünnern.
- Fußbad oder Reinigung und Desinfektion der Haut.
- Nägel gerade kürzen und die Kanten glatt feilen.
- Nagelfalze reinigen und die Nagelhaut zurückschieben.
- Hornhaut an Ferse, Ballen und Zehen abtragen und glätten.
- Eincremen oder eine kurze Massage zum Abschluss.
- Auf Wunsch Lack, UV-Lack oder eine Gelmodellage.
Mit Lack verlängert sich der Termin auf 40 bis 45 Minuten. Wie lange die einzelnen Varianten genau dauern, zeigt unser Ratgeber Wie lange dauert eine Fußpflege?
Woran erkennen Sie eine gute Fußpflege?
Eine gute Fußpflege erkennen Sie vor allem an sauberer Hygiene und an einer Fachkraft, die zuerst fragt und dann arbeitet. Achten Sie beim nächsten Termin auf diese Punkte.
- Die Instrumente kommen gereinigt und sterilisiert aus einer verschlossenen Verpackung.
- Feilen und Schleifaufsätze sind neu oder für jeden Kunden aufbereitet.
- Die Fachkraft trägt Handschuhe und desinfiziert Ihre Haut vor der Arbeit.
- Sie fragt nach Diabetes, Durchblutungsstörungen und Medikamenten.
- Die Nägel bleiben gerade und nicht zu kurz, die Ecken schneidet sie nicht rund aus.
- Es blutet nichts, und Sie spüren höchstens leichten Druck.
- Bei Auffälligkeiten schickt sie Sie zum Podologen oder Arzt.
Der letzte Punkt ist besonders wichtig. Ein kosmetischer Fußpfleger darf krankhafte Veränderungen nicht behandeln. Ein guter Fußpfleger kennt diese Grenze und sagt es Ihnen offen.
Was gehört zur täglichen Fußpflege zu Hause?
Zur täglichen Fußpflege gehören Waschen, gründliches Abtrocknen und Eincremen. Das dauert kaum 5 Minuten und hält die Haut über Wochen geschmeidig.
- Waschen: mit lauwarmem Wasser und einer milden, seifenfreien Waschlotion.
- Abtrocknen: auch zwischen den Zehen, denn feuchte Zehenzwischenräume begünstigen Fußpilz.
- Eincremen: Fußsohle, Ferse und Fußrücken, aber nicht zwischen den Zehen.
- Socken: täglich frische Socken aus Baumwolle oder Wolle.
Ein Fußbad ist schön, aber kein Muss. 5 bis 10 Minuten reichen, denn längere Bäder trocknen die Haut eher aus. Bei Diabetes prüfen Sie die Wassertemperatur am besten mit einem Thermometer, weil das Gefühl in den Füßen täuschen kann. Weitere Gewohnheiten von passenden Schuhen bis Fußgymnastik finden Sie im Ratgeber Fußgesundheit im Alltag verbessern.
Welche Produkte gehören zu einer guten Fußpflege?
Für die Fußpflege zu Hause brauchen Sie nur wenige, gute Werkzeuge und eine passende Creme. Diese Grundausstattung hat sich bewährt:
- Ein Nagelknipser oder eine gerade Nagelschere für die Fußnägel.
- Eine Sandblatt- oder Glasfeile für glatte Nagelkanten.
- Ein Bimsstein oder eine grobe Hornhautfeile für Ferse und Ballen.
- Eine Fußcreme mit 5 bis 10 % Urea, auch Harnstoff genannt.
- Ein eigenes Handtuch nur für die Füße.
Verzichten Sie auf Hornhauthobel mit Klinge und auf Raspeln mit scharfen Zähnen. Damit schneiden Sie schnell zu tief. Bei sehr trockener Haut hilft unser Ratgeber zur kosmetischen Fußpflege bei trockenen Füßen weiter.
Wie oft sollte man zur Fußpflege gehen?
Ein guter Rhythmus für die professionelle Fußpflege sind 4 bis 6 Wochen. Wer stark zu Hornhaut neigt, kommt besser alle 4 Wochen. Bei unkomplizierten Füßen reichen meist 6 Wochen.
Der Abstand ergibt sich aus dem Wachstum. Zehennägel wachsen etwa einen Millimeter im Monat, Hornhaut baut sich an belasteten Stellen ähnlich schnell auf. Kommen Sie deutlich seltener, dauert der nächste Termin länger, und Druckstellen entstehen leichter.
Zu Hause feilen Sie die Hornhaut am besten einmal pro Woche sanft nach dem Duschen. Die Nägel kürzen Sie dazwischen nur, wenn sie über die Zehenkuppe hinauswachsen.
Was gehört zur kosmetischen und was zur medizinischen Fußpflege?
Die kosmetische Fußpflege pflegt gesunde Füße, die medizinische Fußpflege behandelt kranke oder gefährdete Füße. Die medizinische Fußpflege heißt fachlich Podologie und ist staatlich geprüften Podologen vorbehalten.
- Kosmetische Fußpflege: Nägel kürzen, Hornhaut glätten, Nagelhaut pflegen, Massage, Lack.
- Medizinische Fußpflege: eingewachsene Nägel, verdickte oder verpilzte Nägel, Hühneraugen, Risse, Füße bei Diabetes.
Die Grenzen und Ausbildungswege erklären wir ausführlich im Beitrag Podologie oder Fußpflege: der Unterschied.
Wie entfernen Sie Hornhaut richtig?
Hornhaut entfernen Sie am besten sanft und in kleinen Schritten mit Bimsstein oder Feile. Ein wenig Hornhaut schützt die Fußsohle vor Druck, deshalb soll sie nicht komplett verschwinden.
Feilen Sie nach dem Duschen, wenn die Haut leicht aufgeweicht ist. Arbeiten Sie in eine Richtung und hören Sie auf, sobald sich die Stelle glatt anfühlt. Danach cremen Sie die Haut ein. Wenn die Hornhaut dick wird, schmerzt oder einreißt, gehört sie in die Hände eines Podologen. Mehr dazu lesen Sie im Ratgeber medizinische Fußpflege bei Hornhaut.
Was tun bei einem Hühnerauge am Fuß?
Ein Hühnerauge entsteht durch dauerhaften Druck auf eine kleine Stelle, meist an den Zehen oder zwischen ihnen. Die Haut bildet dort einen harten Kern, der nach innen drückt und beim Gehen schmerzt.
Schneiden Sie ein Hühnerauge nicht selbst heraus. Der Podologe entfernt den Kern mit feinem Werkzeug und entlastet die Stelle danach, zum Beispiel mit einem weichen Polster. Hühneraugenpflaster mit Säure sind bei Diabetes und Durchblutungsstörungen tabu, weil sie gesunde Haut angreifen können. Damit das Hühnerauge nicht wiederkommt, muss der Druck weg, meist durch weitere Schuhe.
Wann gehört die Fußpflege in die Hand eines Podologen?
Zum Podologen sollten Sie, sobald Ihre Füße ein erhöhtes Risiko haben oder sich krankhaft verändern. Das gilt vor allem in diesen Fällen:
- Diabetes, Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen an den Füßen.
- Ein eingewachsener, geröteter Nagelrand.
- Verdickte, verfärbte oder bröckelnde Nägel.
- Hühneraugen oder Risse in der Hornhaut, die bluten.
- Einnahme von Blutverdünnern.
Direkt zum Arzt gehören Sie, wenn eine Stelle stark gerötet, warm und geschwollen ist oder Sie Fieber bekommen. Bei Diabetes gilt das auch für jede offene Wunde am Fuß.
So pflegen wir Ihre Füße bei Tamedes
In Uetze und Burgdorf übernehmen staatlich geprüfte Kosmetiker die klassische Fußpflege mit Fußbad, Nägeln, Hornhaut, Nagelhaut und Einreibung. Für Füße mit Diabetes oder anderen Risiken sind unsere Podologen da. Alle Angebote finden Sie auf der Seite zur Fußpflege in Uetze und Burgdorf.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Pediküre und Fußpflege?
Pediküre und kosmetische Fußpflege meinen im Alltag fast dasselbe. Beide pflegen Nägel, Hornhaut und Nagelhaut. Unter Pediküre verstehen viele zusätzlich das Lackieren. Die medizinische Fußpflege beim Podologen ist dagegen etwas anderes und behandelt Beschwerden.
Soll ich vor der Fußpflege Nagellack entfernen?
Am besten ja, damit die Fachkraft Ihre Nägel gut beurteilen kann. Wenn es nicht klappt, ist das kein Problem. Viele Studios entfernen den Lack zu Beginn des Termins, bei Tamedes ist das als Zusatzleistung möglich.
Darf ich mir vor der Fußpflege die Füße eincremen?
Am Tag des Termins verzichten Sie besser auf fettende Cremes. Eingecremte Haut ist rutschig, und Hornhaut lässt sich schlechter beurteilen. Normales Waschen am Morgen reicht völlig.
Wie oft sollte man die Füße eincremen?
Einmal täglich reicht für die meisten Menschen. Bei sehr trockener Haut oder rissigen Fersen cremen Sie morgens und abends. Abends können Sie danach dünne Baumwollsocken anziehen, dann zieht die Creme über Nacht ein.