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Ratgeber

Permanent Make-up oder Microblading? Der Vergleich

Aktualisiert am

Permanent Make-up bei Tamedes Körperwerkstatt, Microblading für natürliche Augenbrauen.

Microblading und Permanent Make-up unterscheiden sich vor allem im Werkzeug. Beim Microblading ritzt die Fachkraft feine Härchenstriche mit einer Handklinge in die Haut, beim Permanent Make-up setzt sie die Farbe mit einem Pigmentiergerät. Microblading hält meist 6 bis 18 Monate und eignet sich vor allem für normale bis trockene Haut. Permanent Make-up hält an den Brauen meist 1 bis 3 Jahre und passt zu mehr Hauttypen.

Beide Verfahren können sehr natürlich aussehen. Welches für Sie das richtige ist, hängt von Ihrer Haut, Ihren eigenen Brauen und davon ab, wie oft Sie nachbessern lassen möchten.

Was ist der Unterschied zwischen Microblading und Permanent Make-up?

Der Unterschied liegt im Werkzeug und damit in der Art, wie die Farbe in die Haut kommt. Microblading ist eine reine Handtechnik für Augenbrauen. Permanent Make-up ist der Oberbegriff für Pigmentierungen mit dem Gerät an Brauen, Lidstrich und Lippen.

  • Microblading: Ein Handstück mit einer Reihe winziger Nadeln, die wie eine Klinge angeordnet sind, ritzt einzelne Striche. Die Farbe gelangt über diese feinen Schnitte in die Haut.
  • Permanent Make-up: Ein Gerät bewegt eine sehr feine Nadel schnell auf und ab und setzt die Farbe Punkt für Punkt. So entstehen Härchenstriche, weiche Schattierungen oder eine Mischung aus beidem.

Microblading sitzt meist noch flacher in der Haut als Permanent Make-up. Das erklärt, warum es früher verblasst.

Welche Methode hält länger?

Permanent Make-up hält an den Augenbrauen in der Regel länger als Microblading. Die Tabelle zeigt übliche Erfahrungswerte.

Merkmal Microblading Permanent Make-up an den Brauen
Werkzeug Handklinge Pigmentiergerät
Optik nur Härchenstriche Härchen, Puder oder Kombination
Übliche Haltbarkeit 6 bis 18 Monate 1 bis 3 Jahre
Auffrischung meist nach 12 Monaten 12 bis 30 Monaten
Passender Hauttyp normal bis trocken fast alle Hauttypen
Nacharbeit nach 4 bis 6 Wochen nach 4 bis 6 Wochen

Bei beiden Verfahren gehört eine Nacharbeit nach 4 bis 6 Wochen zum ersten Ergebnis. Wie stark Sonne, Pflege und Hauttyp die Haltbarkeit verkürzen, lesen Sie im Beitrag Wie lange hält Permanent Make-up wirklich?

Für welche Haut eignet sich Microblading?

Microblading eignet sich am besten für normale bis trockene Haut mit feinen Poren und einer gewissen Festigkeit. Auf solcher Haut bleiben die geritzten Striche scharf und fein.

Auf öliger oder großporiger Haut verlaufen die Striche beim Abheilen leichter. Nach einigen Monaten wirken sie dann verschwommen und eher wie ein Schatten als wie einzelne Haare. Auch sehr dünne, reife Haut nimmt die Schnitte oft ungleichmäßig an. In diesen Fällen ist Permanent Make-up mit dem Gerät meist die bessere Wahl.

Wann ist Permanent Make-up die bessere Wahl?

Permanent Make-up ist meist die bessere Wahl, wenn Ihre Haut ölig, großporig oder reif ist oder wenn Sie mehr Fülle wünschen. Mit dem Gerät kann die Fachkraft die Farbe auch flächig als Puder setzen. Das ist mit der Handklinge nicht möglich.

Auch wer nur noch sehr wenige eigene Brauenhaare hat, ist mit einer Schattierung oder einer Kombination aus Härchen und Puder oft besser beraten. Reine Härchenstriche wirken auf ganz kahler Haut schnell gezeichnet. Wann welche Gerätetechnik passt, erklärt der Beitrag Permanent Make-up für Augenbrauen: Härchen oder Puder.

Welche Methode sieht natürlicher aus?

Nach dem Abheilen sehen beide Methoden sehr natürlich aus, wenn Form und Farbe zu Ihrem Gesicht passen. Microblading hat direkt nach dem Abheilen oft die feinsten Striche.

Über die Monate verändert sich das Bild. Microblading-Striche können auseinanderlaufen und unscharf werden. Gut gesetzte Gerätestriche oder eine weiche Schattierung behalten ihre Form auf vielen Hauttypen länger. Natürlich wirkt am Ende die Braue, die zu Ihrem Hauttyp passt und nicht zu dunkel gewählt wurde.

Wie unterscheiden sich Gefühl und Abheilen?

Beide Verfahren werden mit einer betäubenden Creme vorbereitet, und die meisten Kunden spüren dann ein leichtes Kratzen. Beim Microblading empfinden manche das Ritzgeräusch als unangenehm, beim Gerät das Summen.

Das Abheilen verläuft ähnlich. In den ersten Tagen wirken die Brauen dunkler, nach etwa einer Woche schuppt die Haut ab, und die Farbe wirkt für kurze Zeit blass. Wie Sie die Brauen in den ersten Wochen pflegen, steht im Pflege-Guide für Permanent Make-up.

Warum kann günstiges Microblading am Ende teurer werden?

Ein günstiger Preis pro Termin sagt wenig darüber, was Sie über die Jahre ausgeben. Microblading muss meist etwa einmal im Jahr aufgefrischt werden, Permanent Make-up an den Brauen oft erst nach 1 bis 3 Jahren.

Schwerer wiegt die Qualität. Eine zu tiefe Klinge oder unsaubere Arbeit kann Narben hinterlassen. Auf vernarbter Haut halten spätere Pigmentierungen schlechter, und das Korrigieren falscher Formen oder Farben ist aufwendig. Achten Sie deshalb auch bei Angeboten auf diese Punkte:

  • Es gibt eine Beratung mit Vorzeichnung, bevor gearbeitet wird.
  • Klingen und Nadeln sind Einwegmaterial und steril verpackt.
  • Die Farben erfüllen die EU-Vorgaben für Tätowier- und PMU-Farben, die seit Januar 2022 gelten.
  • Sie sehen Fotos eigener Arbeiten nach dem Abheilen.
  • Die Nacharbeit ist im Ablauf eingeplant.

Wie oft kann man Microblading wiederholen?

Microblading lässt sich mehrfach auffrischen, aber jede Sitzung bedeutet neue feine Schnitte in derselben Haut. Nach mehreren Runden kann die Haut fester werden und Farbe schlechter annehmen.

Viele Kunden wechseln deshalb nach einigen Jahren Microblading zur Puder- oder Schattiertechnik mit dem Gerät. Sie überdeckt verlaufene Striche gut und belastet die Haut weniger, weil sie ohne Schnitte arbeitet. Wenn Sie sich noch nicht für Jahre festlegen möchten, ist Augenbrauen färben und formen ein guter erster Schritt.

So läuft es bei Tamedes

Bei Tamedes pigmentiert Institutsleiterin Tanja Seffer Augenbrauen als Permanent Make-up mit dem Gerät, in Uetze und in Burgdorf. Sie arbeitet in Härchen-, Puder- und Kombinationstechnik. Microblading bieten wir nicht an. Im Beratungstermin sieht sie sich Ihre Haut und Ihre eigenen Brauen an und sagt Ihnen offen, welche Technik dort hält. Mehr zu Ablauf und Terminen finden Sie auf der Seite Permanent Make-up und Tattoo.

Häufige Fragen

Ist Microblading auch Permanent Make-up?

Im weiteren Sinn ja, denn auch beim Microblading bleibt Farbe für längere Zeit in der Haut. Fachkräfte unterscheiden aber meist zwischen Microblading mit der Handklinge und Permanent Make-up mit dem Pigmentiergerät.

Was tut mehr weh, Microblading oder Permanent Make-up?

Mit einer betäubenden Creme beschreiben die meisten Kunden beide Verfahren als gut auszuhalten. Wie stark man etwas spürt, hängt mehr von der eigenen Haut und der Tagesform ab als von der Methode.

Kann man nach Microblading auf Permanent Make-up wechseln?

Ja, das ist häufig möglich, sobald das alte Microblading weit genug verblasst ist. Eine Puder- oder Schattiertechnik kann verlaufene Striche gut überdecken. Ob die Haut dafür bereit ist, klärt die Fachkraft im Beratungstermin.

Ist Microblading für ölige Haut geeignet?

Auf öliger Haut hält Microblading meist kürzer, und die Striche verlaufen leichter. Für ölige oder großporige Haut ist eine Pigmentierung mit dem Gerät in Puder- oder Schattiertechnik in der Regel die haltbarere Wahl.

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